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Labor für Sozialpädagogik/ Gesundheit/Pflege

Das Labor

In diesen Berufsfeldern steht die Interaktion zwischen Menschen immer im Mittelpunkt des beruflichen Handelns. Zunächst erscheint es daher ungewöhnlich, diesen Bereich im Kontext Digitalisierung in den Fokus zu stellen. Aber dieser Bereich kann durch Digitalisierung weiterentwickelt werden.

 

Von automatisierter Tablettenausgabe bis zum humanoiden Roboter ist das Spektrum digitaler Unterstützungsmöglichkeiten weit gefasst und bietet gleichermaßen Chancen wie auch Herausforderungen. In diesem Labor werden daher die Optimierung von Alltagsprozessen durch neue Technologien und die Erprobung und Nutzung von technischen Assistenzsystemen im Vordergrund stehen.

 

Auf Basis von Ideen der Schülerinnen und Schüler wird auch in diesem Labor ein Handlungsergebnis entwickelt, das den gesamten Entstehungsprozess von der Produktidee bis zur Markteinführung umfasst. Ein besonderes Augenmerk liegt neben der Berücksichtigung der jeweiligen Curricula auf der Einsatzmöglichkeit dieser Ergebnisse in den Berufsfeldern Sozialpädagogik und Pflege.

Krankenhaus
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Projekt "Übergabe-App"

Das Handlungsprodukt/-ergebnis soll eine digitale Applikation zur Sicherstellung der Qualität von Übergabesituationen und fallbezogenen Informationen sein.

Die Applikation soll möglichst barrierefrei und damit sprach- und bildorientiert agil nutzbar sein, also auf mobilen Endgeräten.

Die Applikation soll Schnittstellen zu Services und Diensten (Wearables wie Smartwatches, Pflegerobotern oder digitalen Einlagen/ Pflegebetten) ermöglichen, aber auch Handlungsempfehlungen von Therapeutinnen und Therapeuten oder Informationen von Angehörigen.

 

Die Applikation fokussiert beispielhaft zwei Handlungsfelder:

  1. Die Übergabe und Informationen in der stationären Altenpflege

  2. Übergabe und Informationen im Kontext von Inklusion (bezogen auf Schülerinnen und Schüler oder Kinder mit Förderbedarfen, beispielsweise im Offenen Ganztag, der sich durch unterschiedliche und wechselnde Bezugspersonen und Mitarbeitende auszeichnet).

Projektdurchführung - Prozessbeschreibung

Die Kreativitätsphase

Die Kreativitätsphase läutet ein neues Projekt ein. Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Erfahrungen aus der Praxis, um Verbesserungsbedarfe zu definieren, und sammeln mit der Methode Design Thinking Ideen für ein Handlungsprodukt/-ergebnis.

  1. Schritt: Alle Ideen sind erlaubt, je mehr desto besser

  2. Schritt: Rahmenbedingungen festlegen

  3. Schritt: Schülerinnen und Schüler konvergieren anhand der Rahmenbedingungen und legen Favoriten fest

 

Die Kollaborationsphase

In der Kollaborationsphase kommen alle Personen zusammen, die für eine gelingende Umsetzung benötigt werden. Das sind Lehrkräfte aus unterschiedlichen Fachbereichen, die entsprechenden Klassen und auch externe Expertinnen und Experten, z.B. aus der Wirtschaft oder anderen Institutionen.

  1. Schritt: Definition der Steuerungsgruppe aller partizipierenden Personen

  2. Schritt: Definition des Handlungsprodukts/-ergebnisses

  3. Schritt: Validierung des Handlungsprodukts/-ergebnisses mit externen Expertinnen und Experten, der Fachberatung und der Lenkungsgruppe unter Führung der Ministerien

  4. Schritt: Kollaboratives Arbeiten zwischen den einzelnen Fachbereichen. Lean Inception als Umsetzungsmethode zur Sicherstellung der Optimierung von Produktions- und Erprobungszyklen

 

Die Nutzungsphase

In der Nutzungsphase wird das Handlungsprodukt/-ergebnis ausgerollt. Im täglichen Gebrauch auftauchende Verbesserungs- und Ergänzungspotentiale können dann mit einer neuen Kreativitätsphase oder direkt in der Kollaborationsphase ergänzt werden.

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