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Pressemitteilung: Kick-Off im Projekt Zukunftslabore

Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen in Holzminden und Höxter erarbeiten Konstruktionsentwurf.


Das Projekt „Vernetzte Zukunftslabore Digitalisierung“, kurz Zukunftslabore, startet in die nächste Projektphase.

Das Gemeinschaftsprojekt der Georg-von-Langen-Schule, Berufsbildende Schulen Holzminden, und des Berufskollegs Kreis Höxter wird im Rahmen des DigitalPakt Schule durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Ziel des Projekts ist es, ein zukunftsweisendes Niveau in der technischen Ausstattung der Schulen zu erreichen. Dafür entstehen drei Labore. Das Labor für Sozialpädagogik, Gesundheit und Pflege, das Labor für Automatisierungstechnik und das Labor für AR- und VR-Technologien.

Die Automatisierungsanlage, die am Standort Brakel des Berufskollegs Kreis Höxter installiert wird, ist eine cyber-physische Anlage. Sie repräsentiert einen realen Fertigungsprozess und verbindet die physische Welt der Maschinen und Geräte mit der digitalen Welt und den umfangreichen Möglichkeiten des Internets. Dies ermöglicht es, die Anlage auch von anderen Standorten, wie beispielsweise Holzminden aus, zu steuern.

Die Schülerinnen und Schüler sind mit einer motivierenden Aufgabe in das Projekt gestartet. Mit Hilfe der Methode Design-Thinking haben sie kreative Ideen für Produkte gesammelt, die sie später auf der Anlage produzieren wollen. Die Anlage gibt dabei gewisse Rahmenbedingungen vor, wie zum Beispiel die maximale Größe des Produkts, die eingehalten werden müssen. Design-Thinking eignet sich hier als Methode besonders gut, weil es ein Ansatz ist, bei dem Lösungen für komplexe Probleme gefunden werden, und in dem systematisch mehrere Phasen durchlaufen werden. Die dabei entstandenen ca. 20 Ideen haben sich die jungen Erwachsenen gegenseitig vorgestellt und hieraus eine Auswahl von drei favorisierten Produktideen definiert. Die begleitende Steuerungsgruppe aus Schulleitung, Fachlehrerinnen und -lehrern sowie externen Personen mit Expertise z. B. aus der Wissenschaft oder Wirtschaft hat dann aus den ausgewählten drei Produkten eine Idee ausgewählt. Der Sieger ist der „Opener“: ein Flaschenöffner, der das erste schwere Aufdrehen von Getränkeflaschen vereinfacht und damit Personen im Blick hat, die eingeschränkt sind oder nicht beide Hände zur Verfügung haben.

Mit der Kick-Off-Veranstaltung ist der Konstruktionsprozess gestartet. Die Gruppe besteht überwiegend aus Auszubildenden des Bereichs Metalltechnik im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr, so dass auch schon praktische Erfahrungen der Jugendlichen aus ihrem beruflichen Alltag einfließen können. Ziel des Termins, bei dem sich ca. 60 Schülerinnen und Schüler beider Schulen am Standort Brakel getroffen haben, war es aus der Idee „Opener“ einen Konstruktionsentwurf zu machen und eine Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit zu legen.

„Eine schulübergreifende Zusammenarbeit in dieser Größenordnung bedeutet auch immer, dass wir neue Formen der Kollaboration etablieren müssen. Wir brauchen einen gemeinsamen virtuellen Arbeitsort, an dem nicht nur Ergebnisse abgelegt werden können, sondern auch gemeinsames Arbeiten möglich ist. Diese Plattform haben wir parallel aufgebaut und nutzen diesen ersten Termin in großer Runde, um sie den Schülerinnen und Schüler zu zeigen und eine Basis für die Teamarbeit zu legen“ erklärt der Schulleiter des Berufskollegs Michael Urhahne.

Im zweiten Teil des Termins stand dann das kreative Arbeiten in gemischten Arbeitsgruppen im Vordergrund. Die jungen Erwachsenen machen sich konzentriert und diszipliniert an den Auftrag, einen Konstruktionsentwurf für den „Opener“ zu erstellen. Die vorhandenen Getränkeflaschen werden dabei zum zentralen Versuchsobjekt, aber auch das Internet wird vielfach bemüht, um sich inspirieren zu lassen. Im Anschluss stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor und können dann auf der neu etablierten Arbeitsplattform direkt digital abstimmen. Der Gewinnerentwurf ist jetzt Gegenstand im Unterricht, wo die Fragen rund um die detaillierte Konstruktion, Material und Bedingungen für die Umsetzung an der Automatisierungsanlage im Mittelpunkt stehen. In großer Gruppe treffen sich die Jugendlichen dann wieder, um gemeinsam die technische Zeichnung zu erstellen.

Schulleiter Andreas Hölzchen von der Georg-von-Langen-Schule, Berufsbildende Schulen Holzminden, zieht ein positives Resümee. „Diese Kick-Off-Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler sind sehr motiviert und wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt nicht nur die Möglichkeit haben, neue technische Wege zu gehen, sondern auch ganz nebenbei viele Formen modernen Arbeitens etablieren zu können, z. B. Methoden wie Design-Thinking und die Zusammenarbeit in diversen oder digitalen Teams.“



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